Die erste Woche im neuen Heim

19. August 2018 14 Von MoritzHu

Am 8. August ging es also endlich los. Nach einem kurzem und schmerzlosen Abschied am Frankfurter Flughafen und einer erstaunlich schnellen Sicherheitskontrolle flog ich  mit den anderen Freiwilligen über Doha nach Windhoek.

Und dann, nach 24 Stunden Reise, stiegen wir aus dem Flieger in den Namibianischen Winter, was soviel hieß wie „erstmal den Pulli ausziehen den ich bei der Klimaanlage im Flugzeug gebraucht hatte“. Nach kleineren Komplikationen bei der Einreise wurden wir zu unserem Hostel gefahren in dem wir die nächsten zwei Tage verbrachten um so Sachen wie Visum, das erste mal Geld abheben und eine erste kleine Stadttour zu erledigen. In den ersten zwei Nächten bekam man dann auch deutlich zu spüren, dass es Winter ist, denn die Temperatur sank sobald die Sonner unterging auf -4 Grad.

Am Samstag Vormittag ging es dann auch schon indie Wohnung, in der ich für das Jahr wohnen werde. Lasse und Julia, meine und Franziskas Vorgänger zeigten mir in den folgenden Tagen alles Wichtige, was man über die Wohnung, das Einkaufen und Taxifahren und auch über das Feierngehen wissen sollte. Auch ging ich mit ihnen am Montag das erste Mal in die Môreson Schule, in der ich das nächste Jahr arbeiten werde. Die Kinder da sind total süß und nett und durch ihr geistiges Handicap oft auch sehr direkt und ehrlich was die Arbeit erleichtert und ich denke auch effektiver macht. So richtig dem normalen Stundenplan zu folgen war in dieser Woche aber nicht möglich, da es am Freitag Ferien gab und die Kinder, die größtenteils ich dem dazugehörigen Heim wohnen, nach und nach von ihren Eltern abgeholt wurden. Also skateten wir morgens immer ein bisschen und Nachmittags wurde mit den großen Kindern Basketball gespielt.

Am Mittwoch morgen flogen Lasse und Julia nach Hause und ich ging alleine zur Schule, was äußerst anstrengend war, da die Lehrer, ähnlich wie in Deutschland so kurz vor den Ferien kein richtigen Unterricht mehr machten sondern die Kinder draußen spielen liesen. Nachmittags kam dann auch endlich meine Mitfreiwillige Franziska an, die zuvor schon ein Jahr in Südafrika einen Freiwilligendienst leistete. Zusammen gingen wir dann noch am Donnerstag in die Môreson und Freitag brauchten wir schon garnicht mehr zu kommen, da kaum noch Kinder mehr da waren. Also holte ich morgens den Mitfreiwilligen David, der eine Woche später anreiste als die meisten anderen, vom Flughafen ab und zeigten ihm nach einem Mittagschläfchen gemeinsam mit Franziska die Innenstadt von Windhoek.

Am Samstag fuhr David weiter zu seiner Einsatzstelle und wir besuchten gemeinsam mit Konrad und Helena, die beide auch in Windhoek aber bei einem anderen Projekt arbeiten, das Qualifikationsspiel zum Rugbyworldcup Namibia gegen Kenia. Das Stadion war sehr gut besucht und Namibia sicherte sich nach einem 53 zu 28 Sieg die Teilnahme beim Rugby Worldcup 2019.

Das war sie also die erste Woche in Namibia und ich kann kaum die restlichen 51 erwarten. Jetzt sind erstmal Ferien also werde ich die nächsten zwei Wochen Konrad und Helena im BNC helfen und wenn die Schule wieder los geht werden Franziska und ich in der Môreson richtig mit Programm beginnen. Seid gespannt;)