Neues Jahr – immernoch zu wenig Einträge

31. März 2019 3 Von MoritzHu

Hallo zusammen. Nach starkem Druck aus allen Richtungen der Familie ist es mal wieder soweit: ein brandneuer, quasi ofenfrischer Eintrag für die Frierenden zuhause in Deutschland.

Die letzten 3 Monate ist so einiges passiert. Los ging es im Dezember mit der letzten Schulwoche, wobei in dieser Woche nur das Personal in der Schule war und ein paar wenige Kinder, die es entweder nicht gerafft haben oder noch nicht aus dem Hostel abgeholt worden sind. In dieser Woche sollte noch alles fertig erledigt werden. Die Lehrer räumten ihre Räume auf und das Putzpersonal wischte mal so richtig durch. Am Dienstag (schlussendlich unser letzter Arbeitstag, da unser Sportraum schon blitzeblank, eigentlich bereit für eine OP war), fand dann noch ein Teambuilding Event für den ganzen Staff statt. Es gab einen Persönlichkeitstest und ein paar Teamspiele zu denen es auch gehörte, den Salat für den Braai zuzubereiten. Schnell wurde ich dazu auserkoren alles zu schnippeln, was mir hingeschmissen wurde! Hier ein Beweisbild:

 

Doch am Ende war es ein lustiger Vormittag und ich finde man hat gemerkt, wie der ganze Staff mehr zu einem Team wurde.

Am Wochenende darauf durften wir, Franzi und ich, mit James und seiner zukünftigen Frau mit in den Norden auf eine Hochzeit. Wir fuhren also Freitag morgen (eigentlich wollte James uns um halb 5 holen) um 7 los. Zu fünft in einem 1er City Golf 700km in den Norden, total komfortabel. Am nächsten Morgen, nachdem James und Kaushi (seine Freundin) ihre Tochter bei der Tante abgegeben hatten, wollten wir eigentlich zeitig los zur Hochzeit. Aber wer hätte es gedacht, aus 10 Uhr wurde 16 Uhr und als wir bei der Hochzeit mitten im Nirgendwo ankamen, war das meiste schon passiert und wir waren bloß zum Essen da, was aber gar nicht schlecht war.

 

Am Sonntag haben wir, gemeinsam mit der wieder eingesammelten Tochter, Kaushi und die Tochter zu ihrer Mama in ihr Village gefahren, damit James am Dienstag offiziell zu ihr nach Hause kommen und ihre Mama um die Hand anhalten kann, wie es die Tradition verlangt. Das Village lag äußerst abgelegen, ohne Wasser und ohne Strom. Aber dafür sehr viel Spielzeug für die Enkel und man hat der Mama von Kaushi angesehen, wie sehr sie sich über den Besuch ihrer Enkel (die angesprochene Tante mit Kindern war auch dabei) gefreut hat.

 

Danach wollten wir eigentlich nach Eehnana, um am nächsten Tag mit den dortigen Freiwilligen zurück nach Windhoek zu fahren. James hat mir dann aber noch angeboten, auf eine andere Hochzeit mitzugehen und nach Absprache mit Franzi und den anderen Freiwilligen haben wir diese zum Taxi nach Eehnana gebracht und Franzi ist dann Montag mit den meisten zurückgefahren. James und ich wollten auf die Hochzeit und ich plante, am Dienstag mit Maike (Freiwillige aus Eehnana) zurück nach Windhoek zu fahren. Die Hochzeit haben wir an dem Abend dooferweise nicht mehr gefunden und waren stattdessen in irgendeinem Dorf in einer Bar, war trotzdem lustig. Am Montag bin ich dann nach Eehnana und am Dienstag zurück nach Windhoek.

 

Dort haben wir dann 2 Wochen im BNC geholfen und sind über Weihnachten nach Swakopmund gefahren.

 

Nach Weihnachten sind dann alle Freiwilligen bis auf mich nach Südafrika auf einen Roadtrip gefahren. Ich bin mit meinem Freund Clint zurück nach Windhoek um das zu dieser Zeit äußerst leere Windhoek zu genießen. Sylvester haben wir bei James und seiner Familie gefeiert. Danach hatte ich erstmal 2 Wochen Durchfall, den ich dann endlich mithilfe irgendwelcher Tabletten in den Griff bekommen habe.

 

Außer dass ich beraubt worden bin, ist im Januar sonst nichts Wichtiges passiert. Ich habe mich wieder voll auf den Alltag konzentriert und insbesondere darauf, dass ich nichts Falsches esse.

Anfang Februar wurde es dann für unser Special Olympics Team ernst. Es gab einen Elternabend, an dem die Eltern über den Stand der Dinge informiert wurden. Einen Monat vor Abflug gab es noch keine Tickets, keine Ausrüstung (dass heißt Trainingsanzug, Trikot, Schuhe). Glücklicherweise hatte Franzi aus Deutschland Schuhe organisiert, so dass nun jeder Athlet ein paar Schuhe hat, vielen Dank dafür! Trotz dieser doch schlechten Aussichten trainierten wir fleißig 2 mal die Woche weiter, bis die Tickets endlich am Abend vor Abflug da waren und das Team doch noch fliegen konnte.

Im Februar habe ich dann gemeinsam mit meinen beiden Freunden Clint und Lucky begonnen, ein Fußballteam aufzustellen und zu formen. Bis jetzt trainieren wir fleißig mit ca. 20 Hostelkids und die ersten Freundschaftsspiele gegen das BNC-Team (loser) sind bereits geplant.

Das waren also die letzten 3 Monate. Es tut mir leid, dass so wenig von mir kommt, aber ich bin so in meinem Alltag hier vertieft, dass die Zeit einfach zu schnell rum geht.